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August

Die Jahreszeiten, in der die meisten Großpilze vorkommen, sind Sommer und Herbst. Im August wenn die Sonne ihren Höchststand bereits überschritten hat und sich an übervollen Stränden sich die Badegäste tummeln, findet man in den Wäldern angenehme Frische. Wenn gegen Mitte August heftige Regengüsse niedergehen, ist der Sommer, vor allem im Gebirge, bald vorüber. Reichlicher Taufall über Nacht zeigt uns an, dass die Temperaturen sinken.
In dieser Zeit ist normalerweise das Verhältnis von Feuchtigkeit und Temperatur für das Pilzwachstum in Mitteleuropa am günstigsten. Die Myzelien der meisten Arten lieben es feucht und warm, um gut gedeihen zu können. Der Sommer ist die Zeit der vielen Täublinge und Röhrlinge, die im Juli noch recht zaghaft hervortreten, gegen August aber dominierender werden. So erscheinen, gelegentlich schon ab Mitte Juni, die ersten Steinpilze. Von nun an treten in rascher Folge auch viele andere Pilzarten auf. Unter ihnen beispielsweise der Flockenstielige und der Netzstielige Hexenröhrling, beide sind nach langer Garzeit essbar, sowie die ersten Champignons auf den Wiesen und Weiden.


Pantherpilz
Amanita pantherina
stark giftig

Perlpilz
Amanita rubescens
guter Speisepilz

Vor allem nach Gewitterstürmen mit Donner und Blitz, die von warmen Regenfällen begleitet werden, erscheint der Frauentäubling und auch der Pfifferling, einer der bekanntesten Speisepilze, er ist aber leider seltener geworden. Häufiger zu finden sind der Perlpilz und der giftige Pantherpilz, sein in unserer Gegend nur bisweilen anzutreffender Verwechslungspartner. Beide Pilzarten sind oft auch vom Pilzkundigen nur schwer zu unterscheiden, deshalb sollte im Zweifelsfalle unbedingt eine Pilzberatungsstelle aufgesucht werden oder man verzichtet im Interesse der Gesundheit auf den Verzehr.


Wiesenchampignon
Agaricus campestris
vorzüglicher Speisepilz, nicht zu alt verwenden

Netzstieliger Hexenpilz
Boletus luridus
essbar, zusammen mit Alkohol giftig wirkend