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April/Mai

Der April ist ein Übergangsmonat. Je nach Witterungsablauf zeigt er stärker Aspekte des Vormonats oder enthält bereits Elemente, die normalerweise erst im Mai in Erscheinung treten. Die Obstbaumblüte beginnt, und die Zahl der Frühblüher hat gegenüber März beträchtlich zugenommen. Mit dem Laubaustrieb der Rosskastanie hat der Erstfrühling begonnen. Zu den bekanntesten Frühjahrspilzen gehören die Morcheln und Lorcheln.
Auch dem Anfänger sollte es nicht schwer fallen beide Gattungen auseinander zu halten. Bei Morcheln findet man fast immer zahlreiche Längs- und Querrippen, welche wabenförmige Gruben umschließen. Der Hut der Lorcheln dagegen ist stets hirnartig gewunden oder besteht aus faltigen Lappen. Unter günstigen Bedingungen kann zum Beispiel die Käppchenmorchel massenhaft auftreten. Sie besitzt einen nur mäßigen Geschmack, kann aber gut als Trockenpilz Verwendung finden. Im ausgewachsenen Stadium hat sie eine gewisse Ähnlichkeit mit der ab dem Frühsommer erscheinenden Stinkmorchel.


Schildförmige Lorchel
Gyromitra ancilis
essbar

Käppchenmorchel
Mitrophora rimosipes
essbar


Ebenfalls häufig kann die giftige Frühjahrslorchel auftreten. Ihr Giftgehalt schwankt je nach Standort sehr stark, von unbedenklich bis tödlich. Sie galt früher als essbar und wurde auch als Marktpilz gehandelt, hat aber wiederholt zu schweren Vergiftungen geführt, sodass von Experimenten abzuraten ist. Auf morschen Stümpfen in Fichtenforsten kann man ab und an die Schildförmige Lorchel finden. Mit ihrem lappig-scheibenförmigen Hut und dem kurzen, kaum erkennbaren Stiel ist dieser essbare Pilz nicht sofort als Lorchel erkennbar.
Auf gedüngten Böden, Äckern oder Schuttplätzen kann man mit geübtem Auge die lehmfarbigen Fruchtkörper des Blasigen Becherlings entdecken.
Besonders unter Hainbuchen finden wir einen kleinen essbaren Pilz den April-Rötling. Wegen seiner Ähnlichkeit mit anderen, giftigen Rötlingen sollte er allerdings gemieden werden.


Blasiger Becherling
Peziza vesiculosa
essbar

Frühjahrslorchel
Gyromitra esculenta
stark giftig 

In den Nadelwäldern höherer, boreal-subalpiner Lagen ist besonders unter Lärchen aber auch unter Fichten und Kiefern der essbare Lärchen-Trichterling zu finden. Dieser Pilz ist im nördlichen Deutschland selten und auch im südlichen Gebiet nur zerstreut vorkommend.

 
Lärchen-Trichterling
Clitocybe rhizimorpha
essbar

April-Rötling
Entoloma aprile
essbar Vorsicht Verwechslungsgefahr!