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Was tun bei Pilzvergiftung

Sollte nach einer Pilzmahlzeit ein Unwohlsein nach auftreten muß dies nicht unbedingt ein Anzeichen für eine mögliche Pilzvergiftung sein. Verschlimmern sich jedoch die Beschwerden und es besteht der Verdacht, dass es sich um eine Pilzvergiftung handeln könnte, so sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.
Folgende Maßnahmen sollten unbedingt bei Verdacht einer Pilzvergiftung, bis zum Eintreffen eines Arztes, bei allen betroffenen Personen ergriffen werden:

1. Erbrechen hervorrufen, Magen nach Möglichkeit entleeren. Dies kann durch warmes, gesalzenes Wasser (1 Eßlöffel Salz auf ein Glas Wasser) oder durch Kitzeln im Schlund erreichen. Niemals darf Alkohol oder Milch verabreicht werden, denn viele Gifte sind in Alkohol oder Fett gut löslich und gelangen so schneller in die Blutbahn. Es kann auch versucht werden mittels Einlauf den Darm zu entleeren.

2. Der oder die Erkrankten sollten ruhig liegen und warm zugedeckt werden.

3. Möglichst alle nicht verwerteten Pilze, Pilzputzreste (Abfalleimer, Kompost!), Speisereste sowie Erbrochenes sollten in geeigneten Gefäßen (saubere Schraubgläser), kühl aufbewahrt und dem Arzt übergeben werden.

4. Folgende Fragen sollten für den Arzt und den möglicherweise hinzugezogenen Pilzsachverständigen beantwortet werden:

  • Wann, wo und von wem wurden die Pilze gesammelt bzw. gekauft?
  • Wann und wie wurden die Pilze zubereitet, evtl. aufgewärmt?
  • Wann wurden die Pilze gegessen und welche Mengen?
  • Wann traten die ersten Vergiftungserscheinungen auf? Die Dauer der Zeit seit der Mahlzeit bis zum ersten Auftreten der Symptome (Latenzzeit) ist möglichst genau für jede Person anzugeben.
  • Welche Erste Hilfe Maßnahmen wurden bisher durchgeführt?
  •  Welche Pilze glauben die Erkrankten gegessen zu haben?

Alle weiteren Maßnahmen sind dem Arzt oder Krankenhaus zu überlassen!