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Acromelalga-Symdrom

Diese seltene Pilzvergiftung ist erst kürzlich in Europa bekannt geworden. In Japan ist diese schon seit 1918 bekannt.
Der Name für dieses Syndrom ist von dem Wort Akren abgeleitet, damit werden die äußersten Körperteile wie Finger, Zehen, Nase, Ohren und im weiteren Sinne Hände und Füße bezeichnet. Algie bedeutet Schmerz. Der erste Pilz, bei welchem die Vergiftung beschrieben wurde, war der Bambustrichterling (Clitocybe acromelalg), ein in Japan und Korea vorkommender Trichterling.
Die Symptome, nach 1-2 Tagen, sind Kribbeln, Brennen, Schmerzen, Hautrötung an Händen und Füssen. Diese Erscheinungen können Tage bis Wochen anhalten. Verantwortlich für die Vergiftung ist die Acromelsäure, ein Glutamat Agonist. Inwieweit einheimische Pilzarten aus dem Verwandschaftskreis der Trichterlinge ebenfalls zu solchen Vergiftungen führen können ist noch nicht bekannt. Möglich ist aber, dass sich Infolge der fortschreitenden Klimaveränderungen auch solche Pilze bei uns heimisch werden können und sich weiter verbreiten. Zumal der Wohlriechende Trichterling (Clitocybe amoenolens), dessen Vorkommen für Frankreich, Marokko und das nördliche Italien verbürgt ist, ebenfalls Acromelsäure enthält und durchaus in Deutschland vorkommen könnte.